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Neues aus dem völkischen Dickicht- die Prager Burschenschaft Teutonia zu Würzburg

Über die Ursachen kann man nur spekulieren, jedenfalls steht fest:

Der Versuch, die Burschenschaft Libertas, angesiedelt im Rechtsaußenspektrum des Burschenschaftsspektrums, in Würzburg zu etablieren, ist aufgegeben worden.
Stattdessen vereinten sich die Liberten mit der Prager Burschenschaft Teutonia zu Regensburg, die durch einen Mangel an aktiven Studenten in den letzten Jahren wohl fast ausgestorben wäre. Und et voila: Die Prager Burschenschaft Teutonia zu Würzburg ist da.
Haben sie schlau gemacht, die Kameraden aus der Burschenschaft Libertas: denn durch eine Vereinigung mit der Prager Burschenschaft haben sie in kurzer Zeit Vieles von dem erreicht, was ansonsten Jahre gedauert hätte: Sie sind in der Deutschen Burschenschaft. Sie können in einem Kartell gleich die alten großdeutschen Freundschaften der Prager pflegen, ohne mühsam neue Verbindungen schmieden zu müssen.
Und sie sind auch gleich in der Burschenschaftlichen Gemeinschaft. Burschenschaftliche Gemeinschaft? Genau, dass ist jener völkische Think-Tank aus deutschen und österreichischen Burschenschaften, gegen den selbst die Deutsche Burschenschaft noch progressiv wirkt und die kein Problem damit hat, dass fünf ihrer deutschen Mitgliederbünde wegen ihrer rechtsextremistischen Tendenzen vom Verfassungsschutz überwacht wurden oder werden. Oder um es mit ihren Worten zu sagen: „Weiterhin unterstützt die Burschenschaftliche Gemeinschaft den volkstumsbezogenen Vaterlandsbegriff ohne Rücksicht auf staatliche Gebilde und deren Grenzen.“

Und die Prager Burschenschaft Teutonia selbst? Lud auf ihr Verbindungshaus in Regensburg den rechtsextremen Schriftsteller Jürgen Schwab, Brigadegeneral a.D. Reinhard Günzel („Ich erwarte von meiner Truppe Disziplin wie bei den Spartanern, den Römern oder bei der Waffen-SS“), den Neuen Rechten Götz Kubitschek und einen alten bekannten, Hannes Kaschkat, den schon die Freunde von den Adelphen zum Thema „Berufsfreiheit und Staatskontrolle (am Beispiel Danubia München und Sascha Jung)“ eingeladen haben. Die Homepage der Burschenschaft Teutonia lässt tief blicken, wobei wir hier nicht auf jeden Rotz eingehen mögen. Dass hier am deutschen Opfermythos gebastelt wird, wenn die Geschichte der Teutonia in Prag als Leidensgeschichte unter dem tschechischen Nationalismus dargestellt wird, ist nur eine der unzähligen Gruseligkeiten. Es ist nicht davon auszugehen, dass ein Bursch klug wird. Für alle anderen ein Buchtipp., der sich mit den Gräuel der deutschen Vernichtstungselite in Tschechien auseinandersetzt. Und unter ihrem Grundsatz folgendes Gedicht:
„So höre denn, ans Sterben
mahnt Dich der schwarze Rand.
Du sollst den Tod nicht scheuen
fürs deutsche Vaterland!“

Nun denn, viel Spaß dabei. Ein Verbindungshaus in Würzburg haben sie übrigens noch nicht, im Moment wird noch das Verbindungshaus der Burschenschaft Cimbria in der Huttenstraße genutzt. Es wird sich zeigen, ob die Nutzung des Hauses nur vorübergehend bleibt, oder die Cimbria der neuen Burschenschaft, aufgrund des Fehlens von aktiven Studenten, das Haus dauerhaft zur Vergügung stellen.
So, genug Zeilen darüber verschwendet.

Man darf gespannt sein, welche geistigen Ergüsse sie vollbringen werden, die Füxchen, Bürschchen und alten Herrchen. Die akademische Schnittstelle von deutschem Konservativismus und völkischem Rechtsextremismus hat nun einen Namen: Prager Burschenschaft Teutonia zu Würzburg.

AK Kritische StudentInnen

P.S: Auch wenn wir manchmal nicht wissen, ob wir lachen oder weinen sollen, hier noch ein studentischer Brauch namens „Ledersprung“, der auf der Homepage der Teutonen präsentiert wird und der beispielhaft für die lächerliche Ernsthaftigkeit steht, mit denen Korporierte ihren Traditionen nachgehen. Wer kann das hier bitte schön ernst nehmen:

„Der Ledersprung ist auch heute noch Teil des Aufnahmerituals in den Bergmannsstand. Nach Beantwortung von vier Fragen leert der Anwärter ein Glas Bier und springt von einem Bierfass herab über ein „Arschleder“, das von zwei Bergleuten gehalten wird.“

Weitere Infos zu den Korporationen in Würzburg:
Würzburger Verbindungswesen I
Würzburger Verbindungswesen II
Würzburger Verbindungswesen III
Würzburger Verbindungswesen IIII
http://letzterhieb.blogsport.de/2009/01/30/zur-neuen-wuerzburger-burschenschaft-libertas/

4/4: Über die Burschenschaften Germania, Adelphia, Cimbria und die Landsmannschaft Teutonia

Einleitung

Nach einem ersten Überblick über das Würzburger Korporationswesen(1) und zwei allgemeinen Teilen über die Allgemeine Klassifikation, Funktionen und die autoritäre Erziehungsgemeinschaft einerseits(2) und andererseits über Eliteformation, Geschichte und Konservative Revolution im Korporationsmilieu(3) wenden wir uns im vierten und letzten Teil der Serie nun einzelnen Würzburger Verbindungen zu.
Die Auswahl dieser erfolgte dabei nicht wahllos: zur Zeit der Vorbereitung des Textes befanden sich die Burschenschaften Germania und Cimbria noch in der Deutschen Burschenschaft, deren ideologische Gemeinsamkeit der „völkische Nationalismus“(4) ist. 2008 traten jedoch die Germania und die Cimbria aus der Deutschen Burschenschaft aus(5). Die Gründe dafür werden nicht über öffentliche Wege kommuniziert. In gewohnt geheimnis-umwobener Manier schreibt dazu ein Germane: „Die Personen, die sich für die Gründe des Austritts wirklich interessieren, sind wohl ausschließlich korporiert und denen ist dann auch TraMiZu [Anmerkung AK Kritische StudentInnen: Tradition mit Zukunft, Internetportal für Korporierte] bekannt. Des weiteren ist es schwer Quellen zu benennen, da diese nur das bundesinterne Nachrichtenblatt wäre, welches für Außenstehende nicht zugänglich ist.“(6) Durch eine ausbleibende Erklärung zum Grund Ihres Austritts verpassen die Germanen und Kimbern natürlich auch die Chance, von der bürgerlichen Öffentlichkeit als nicht mehr völkisch-nationalistisch wahrgenommen zu werden. Wie dem auch sei: die Fundamentalkritik an den beiden Burschenschaften verliert durch den Austritt in keinen Weise seine Schlagkraft. Ganz im Gegenteil bestätigt dies unsere Analyse, denn es ist nicht möglich die völkischen Burschenschaften der Deutschen Burschenschaft getrennt von Rest des Korporationsmilieus zu betrachten, solange sich ein Großteil der Verbindungen und Verbände nicht, wie in anderen Staaten, als bloßes Elitenetzwerk ohne den völkischen Kitt versteht. Daher wird hier auch die Landsmannschaft Teutonia in den Blick genommen.
Darüber hinaus gründete sich in Würzburg im Januar 2009 eine neue Burschenschaft namens Libertas. Diese stellt eine Abspaltung von den Germanen dar, die im weitesten Sinne etwas mit dem Austritt der Germanen aus der Deutschen Burschenschaft zu tun hat, denn man strebt einen Eintritt in die Deutsche Burschenschaft an(7). Ihr Wahlspruch lautet, wie sollte es anders sein, „Ehre- Freiheit- Vaterland“(8). Damit hat eine Blockbildung bei den Würzburger Burschenschaften eingesetzt: Auf der einen Seite finden sich die Burschenschaften Adelphia und Libertas, die offen an der völkischen Deutschen Burschenschaft partizipieren bzw. partizipieren werden und deren Verbundenheit bereits durch eine gemeinsame Freundschaftskneipe besiegelt wurde(9), auf der anderen Seite finden sich die Burschenschaften Cimbria, Germania und Arminia.

Es folgt die Darstellung der einzelnen Verbindungen:

Burschenschaft Germania
Farben: schwarz-gold-hellblau
Adresse: Nikolausstraße 21

Zur Geschichte der Germanen in der Weimarer Republik:
Keine andere Würzburger Studentenverbindung hatte zur Zeit der Weimarer Republik so viele Mitglieder im National-Sozialistischen Deutschen Studentenbund (NSDStB)(10). Von 50 Aktiven Germanen waren bereits 1929 17, im Sommersemester 1931 bereits 29 Korporierte beim NSDStB aktiv(11), wobei erwähnt werden muss, dass der Nationalsozialismus innerhalb der Germania scheinbar einen solchen Rückhalt hatte, dass der Kopf des NSDStB die Burschenschaft Germania als „Sektion II. Des NSDStB“(12) bezeichnete, was die alten Herren der Germania empörte. Für die Nazis bildeten die „Studentenbundkameradschaften der Korporationen dass eigentliche Rückgrat des Würzburger NSDStB“(13). Wenn es auf der Germanen-Homepage schlichtweg heißt, „schon bald zeigten sich dunkle Wolken am Himmel. Kurz nach der Machtergreifung Hitlers erfolgte der Eingliederungsprozess der Burschenschaften in den NSDStB“(14), dann ist dies also nur die Halbe Wahrheit und ignoriert zum Wohle des Images der Germanen die Rolle der Burschen bei der Zerschlagung der Weimarer Republik.

Geschichte bis heute:
Auch nach dem Krieg zeigten sich bei der Germanen revisionistische und völkische Tendenzen. So findet sich „zum Geleit“ im Totengedenkbuch der Germanen, das den Gefallenen des ersten und zweiten Weltkrieges gedenkt, folgendes Gedicht: „Das kein Feind betrete den heimischen Grund, stirbt ein Bruder in Polen, liegt einer in Flandern wund; Alle schützen wir Deiner Grenzen heiligen Saum, unser blühend Leben für deinen dürsten Baum, Deutschland!“(15).
Modernere Studentenverbindungen richteten sich bereits im Jahre 1965, allen voran die gemäßigten katholischen, gegen das Singen aller drei Strophen des Deutschlandlieder, was zu Auseinandersetzungen in interkorporativen Conventen, führte(16). Die Germanen und andere Verbindungen wollten alle Strophen singen, weshalb 1965 ein Convent abgesagt wurde. Die 68er Umbrüche machten auch vor den Germanen nicht halt. Während einige liberalere Burschenschaften das Fechtprinzip fakultativ, also freiwillig, gestalten wollten, wandten sich die Germanen auch hier auf die konservative Seite(17). Der Autor des 1993 erschienenen Geschichtsbuches „175 Jahre Burschenschaft Germania zu Würzburg“ macht sich für das Jahr 1975 auch Gedanken über den Wehrdienst, wobei die soldatischen Tugenden natürlich unangefochten bleiben und man den Mitgliederschwund aufgrund der Entwurzelung, also völkisch, interpretiert. „Denn die Leugnung und Ächtung der Autorität führen zur Entwurzelung besonders des jungen Menschen, weil sie verknüpft ist mit der Preisgabe dieser Rechte und dessen, was ihn im Grunde an das geschichtlich gewachsene bindet.“(18) Wehrdienstverweigerer werden abgelehnt: „Glücklicherweise kennen wir in unserem Bunde dieses leidige Problem nicht, denn ein Wehrdienstverweigerer wird zwangsläufig auch unsere Prinzipien ablehnen und sich damit automatisch aus unserer Gemeinschaft ausschließen“(19).
Auch die Kontakte, die die Germania mit anderen Verbindungen im sogenannten Schwarz-Roten-Kartell pflegt, verheißen kaum eine Abkehr von völkischen Ansichten. Die Alte Burschenschaft Alemmania in Kiel veranstaltete im Mai 2002 einen Vortrag mit dem Titel „die Legion Condor und der spanische Bürgerkrieg“, wobei die Condor eine Eliteeinheit der Luftwaffe war, die 1937 die Ortschaft Guernica dem Erdboden gleich machte(20). Auch eine zweite Burschenschaft, mit der sich die Germanen verbunden fühlen, nämlich die Hansea-Allemannia in Hamburg, zeigt eine Affinität zu rechtem Geschichtsrevisionismus: so veranstaltete man einen Vortrag mit Karl-Heinz Weißmann, einem Publizisten der Neuen Rechten, und pflegt Kontakte zu völkisch-heidnischen Kreisen(21).

Burschenschaft Adelphia
Farben: grün-schwarz-rot
Adresse: Sieboldstraße 12

Auch bei den Adelphen findet sich kein Bruch mit dem deutschen Soldatentum. Noch 1967 heißt es bei einer Gedenkschrift für die Gefallenen des 2. Weltkriegs: „War dem deutschen Volke auch kein Sieg beschieden, so hält der Tod doch in uns das Bewusstsein wach, dass sie für uns gestorben sind.“(22) Was es bedeutet hätte, wenn dem sogenannten deutschen Volk der Sieg zu Teil geworden wäre, nämlich eine Aufrechterhaltung des systematischen Massenmordes an den Jüdinnen und Juden und eine Fortführung der Barbarei, müsste selbst den Adelphen bewusst sein.
In einer Selbstbeschreibung der Adelphen von 2008 finden sich sowohl Versatzstücke des deutschen Soldatentums, als auch von dumpf-patriotischem Denken und ständischer Elitetheorie: „Disziplin, Pflichtgefühl, Verantwortungsbewusstsein, Solidarität und Leistungsbereitschaft […] betreffen die Fähigkeit des Einzelnen, die er für sich, seine Korporation und sein Land bereit ist einzubringen. […] Patriotische Grundhaltung und Risikobereitschaft sind weitere Werte, die wir […] für essentiell halten. […] Konkret bedeutet dieses Ergebnis für uns, daß wir die gesellschaftliche Vorbildfunktion der akademisch gebildeten Menschen fordern.“(23)
Kontakte pflegen die Adelphen mit der Burschenschaft Normannia Heidelberg.(24) Diese ist in der Burschenschaftlichen Gemeinschaft(25) organisiert, dem äußersten rechten Rand der Deutschen Burschenschaft(26). Dazu passt, dass die Mitglieder der Normannia im November 2003 die antisemitische Rede Martin Hohmanns kopierten und an der Uni verteilten(27). Dieser Freundschaft ist es wohl auch geschuldet, dass die Adelphen im WS 07/08 einen Vortrag mit starker rechter Schlagseite veranstalteten: Hannes Kaschkat, Vizepräsident der Würzburger Uni a.D und Mitglied bei den Heidelberger Normannen(28), Interviewpartner von Junger Freiheit(29) und Nationalzeitung(30) (der Zeitung des DVU-Chefs Gerhard Frey), Autor im Grabert-Verlag(31), in dem auch mehrere Auschwitzleugner publizierten(32) und Republikaner-Anwalt in den 80er Jahren(33) hielt am 08.12.2007 im Adelphenhaus einen Vortrag zum Thema „Berufsfreiheit und Staatskontrolle (am Beispiel Danubia München und Sascha Jung)“(34). Da Hannes Kaschkat selbst bei der Danubia zu Gast war(35), welche z.B. dafür bekannt ist, einem Neonazi nach einer Schlägerei Unterschlupf gewährt zu haben und bis 2007 vom Verfassungsschutz überwacht wurde(36), hofierte die Adelphia einen Gast mit Kontakten zum rechten Rand in ihrem Hause.

Burschenschaft Cimbria
Farben: violett-silber-schwarz
Adresse: Huttenstraße 31

Auch einige Kimbern zeigten eine frühe Affinität zum Nationalsozialismus, denn 1929 waren auch einige Ihrer Mitglied im NSDStB(37) organisiert. Inwieweit die Rolle der Burschenschaften in der Kampfzeit des NS aufgearbeitet wurde, ist unbekannt. Überhaupt ist die Beschaffung von Material zu den Kimbern im Vergleich zu allen anderen Verbindungen am schwersten. Sie hält sich bedeckt, betreibt zur Zeit nicht einmal mehr eine Homepage. Das einzige Lebenszeichen seit langem stellte der Austritt aus der DB im Herbst 2008 dar.
In ihrer Satzung wurden ihre Ziele, die sich ebenfalls patriotisch-soldatisch definieren, formuliert: „Die Cimbria hat das Ziel, den Charakter ihrer Mitglieder zu prägen im Sinne des burschenschaftlichen Gedankenguts und sie zu Persönlichkeiten zu erziehen, die befähigt sind zum Dienst am Vaterland [..]“(38).

Landsmannschaft Teutonia:
Farben: rot-weiß-gold
Adresse: Greisingstr. 17

Der Reflexion über die Nazizeit seitens der Teutonen muss man zugute halten, das sie im Festbuch zu 125 Jahre Landsmannschaft Teutonia überhaupt erwähnt, dass es personelle Überschneidungen zwischen der SA, dem Stahlhelm und den Teuten gab. Jedoch wird hier lediglich trocken festgestellt, „daß es zu Beginn der 30er Jahre unter Ihnen [Anmerkung AK Kritische StudentInnen: den Nazis, die gleichzeitig Teuten waren] und den Nur-Teuten keine Schwierigkeiten gegeben hatte. Man respektierte sich gegenseitig.“(39) Als sich das Würzburger Korporationswesen dann 1933 dem Führerprinzip anpasste, war der erste Führer des Würzburger Waffenrings dann auch ein Teute.(40)
Ähnlich wie die Germanen wandten sich auch die Teuten gegen eine Abschaffung der Pflichtmensur(41) und bei den Auseinandersetzungen im Coburger Convent in den 70ern bildete man dazu einen eigenen konservativen „Würzburger Kreis“, der sich letzten Endes im Convent durchsetzen konnte(42), weshalb Mitgliederbünde im Coburger Convent auch heute noch verpflichtend die Mensur fechten müssen.
Wie für viele andere Verbindungen, endet das deutsche Volksgebiet für die Teuten nicht bei den Grenzen der BRD, ganz im Sinne eines völkischen Verständnisses eines organisch gewachsenen deutschen Kulturraumes. So tragen die Teuten normalerweise kein zweites farbiges Band, wenn sie jedoch bei ihren österreichischen Freunden sind, wird eine Ausnahme vorgenommen, und zwar „zur Stärkung des Deutschtums bei den Innsbrucker Tyrolern“(43), wobei damit die Landsmannschaft Tyrol gemeint ist, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, „für das Recht und die Freiheit des deutschen Kulturvolkes einzutreten, wobei unter Vaterland die deutsche Kulturgemeinschaft, nicht das Staatsgebiet, und unter Kulturvolk die Gemeinschaft der Deutschen, nicht die Staatsbürgergesamtheit verstanden wird.“(44)
Durch einen Vortrag kommt ihre mangelnde Distanzierung zum rechten Rand zum Ausdruck. So veranstalteten die Teuten im WS 2007/2008 am 24.10. einen Vortrag zum Thema „Islam“(45) mit dem rechts-konservativen Journalisten Dr. Udo Ulfkotte. Dieser ist rechtspopulisitischer „Islamkritiker“. Bei den Bremer Bürgerschaftswahlen unterstützte er die rechtspopulistische Partei „Bürger in Wut“, war Mitinitiator der Organisation PaxEuropa(46), die über die „schleichende Islamisierung Europas“(47) aufklären möchte und ist Referent beim Institut für Staatspolitik, das der Jungen Freiheit nahe steht und als Denkfabrik der Neuen Rechten gilt(48).

Es kann keine Ende geben….

Die Serie über die Korporationen kommt zwar an ihr Ende, die Kritik an diesen kann aber nicht beendet sein. Wir stellen klar, dass es nicht unsere Intention war oder ist, die Mitglieder der Korporationen in irgendeinen Diskurs mit einzuschließen. Sich gegen völkisch-deutsche Ideologie zu wehren heißt, die Kritik zuzuspitzen, statt sich auf den penetranten Mitteilungsdrang über deutsche Kultur und Volksgemeinschaft seitens der Korporierten einzulassen. Wenn die Serie dazu beigetragen hat, die Kritik an den Würzburger Verbindungen zu erneuern und sie grundlegender zu machen, dann hat sich die Mühe gelohnt.

AK Kritische StudentInnen

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1: Siehe Letzter Hype, Ausgabe 07.
2: Siehe Ebenda, Ausgabe 08.
3: Siehe Ebenda, Ausgabe 10.
4: Reader über das Marburger Verbindungswesen der Antifa Gruppe 5 Marburg, abzurufen unter http://www.ag5.antifa.net.
5. Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Burschenschaft_Germania_zu_W%C3%BCrzburg.
6. http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Burschenschaft_Germania_zu_W%C3%BCrzburg.
7. Siehe http://www.tradition-mit-zukunft.de/community/couleurinfo/verbindung,b_libertas_wuerzburg.html.
8. Siehe ebenda.
9. Siehe http://www.adelphia.de.
10. Vgl. Peter Spitznagel, Studentenschaft und Nationalsozialismus in Würzburg 1927-1933, Diss. phil. Würzburg 1974, 30f.
11. Vgl. ebenda S. 175 f.
12. Vgl. Spitznagel, Peter: Studentenschaft und Nationalsozialismus in Würzburg, 1927-1936. IN: 1503-1982 Studentenschaft
und Korporationswesen an der Universität Würzburg, 1982, S. 95.
13. Bericht des Führers der Korporationsk. Würzburg vom 25.09.1932, IN: ebenda, S 108.
14. Siehe http://www.germania-wuerzburg.de/geschichte.php
15. Burschenschaft Germania: Gefallenen-Gedenkbuch der Burschenschaft „Germania“ zu Würzburg, Würzburg 1958.
16. Vgl. Burschenschaft Germania: 175 Jahre Burschenschaft Germania zu Würzburg, Würzburg 1993, S. 22 f.
17. Vgl. ebenda, S. 23 f.
18. Vgl. Burschenschaft Germania: 175 Jahre Burschenschaft Germania zu Würzburg, Würzburg 1993., S. 25.
19. ebenda, S. 26.
20. Vgl. www.archiv-kiel.de/komm/files/astalavista.pdf
21. Vgl. http://www.antifaschistische-nachrichten.de/2005/08/8an2005.pdf
22. Burschenschaft Adelphia: 100 Jahre Burschenschaft Adelphia, Würzburg 1967.
23. Burschenschaftliche Blätter, 01/2008.
24. Vgl. www.adelphia.de.
25. Vgl. http://www.burschenschaftliche-gemeinschaft.de/ueb-mitgliedsbuende.htm.
26. Vgl. www.unimut.fsk.uni-heidelberg.de.
27. Vgl. ua.x-berg.de/pdf/UAZZ.pdf.
28. Ebenda.
29. http://www.jf-archiv.de/archiv99/129aa16.htm.
30. Vgl. Nationalzeitung November 2005.
31. Vgl. http://www.apabiz.de/archiv/material/Profile/Grabert-Verlag.htm.
32. Ebenda.
33. Vgl. http://www.antifaschistische-nachrichten.de/1998/24/index.shtml.
34. Vgl. Semesterprogramm der Adelphen WS 07/08, xxx.adelphia.de, Stand November 2007.
35. http://www.danubia-muenchen.de/archiv.php.
36. Vgl. http://wahlen.aida-archiv.de/index.php?option=com_content&task=view&id=694&Itemid=1148.
37. Vgl. Peter Spitznagel, Studentenschaft und Nationalsozialismus in Würzburg 1927-1933, Diss. phil. Würzburg 1974, Seite 31 f.
38. Cimbria Würzburg: Grundsätze der WB Cimbria, Würzburg 1969.
39. Landsmannschaft Teutonia: 125 Jahre Landsmannschaft im CC Teutonia zu Würzburg, Würzburg 1990, S. 104.
40. Siehe Ebenda, S. 171.
41. Zur nochmaligen Erklärung: eine Mensur ist ein nach festen Regeln ablaufendes Fechtduell zwischen Mitgliedern unterschiedlicher
Verbindungen. Die Satzung einer Korporation legt meistens fest, wie viele Mensuren ein Aktiver fechten muss.
42. Vgl. ebenda, S. 171.
43. Vgl. ebenda, S. 208.
44. http://www.l-tyrol.at/prinzipien.asp.
45. Vgl. http://www.teutonia-wuerzburg.de, Stand 01. November 2007, Semesterprogramm 2007/08.
46. Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Udo_Ulfkotte.
47. http://www.buergerbewegung-pax-europa.de.
48. Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Institut_f%C3%BCr_Staatspolitik.

Zur Neuen Würzburger Burschenschaft Libertas

Am 18.01. gründete sich in Würzburg eine neue Burschenschaft namens Libertas. Entstanden ist diese anscheinend aus enttäuschten Burschis der Würzburger Germania, die sich nicht mit dem Germanen-Ausritt aus der Deutschen Burschenschaft abfinden wollten. So jedenfalls legt es der Wikipedia-Eintrag der Burschenschaft Germania nahe.

Würzburg hat also eine völkische Burschenschaft mehr, die höchstwahrscheinlich relativ schnell anstreben wird, der Deutschen Burschenschaft beizuwohnen.

Mehr zum Austritt der Germanen und Kimbern aus der DB lest ihr in vierten und letzten Teil der Serie über das Würzburger Verbindungswesen.
Bis dann.

3/4: Eliteformation und Konservative Revolution im Korporationsmilieu

Teil 3 von 4 der Serie über das Verbindungswesen:
Mittendrin statt nur dabei: Eliteformation und Konservative Revolution im Korporationsmilieu

Weiter im Text. Beschäftigten wir uns letztes Mal eher mit den Sozialisation im Korporationsmilieu und dessen autoritärer „Pädagogik“, so wird jetzt die Geschichte der Studentenverbindungen dargestellt .Nächstes Mal, im vierten und letzten Teil dieser Serie, werden wir uns mit den Burschenschaften Germania, Adelphia sowie der Landsmannschaft Teutonia im Einzelnen auseinandersetzen. Im Folgenden also, wie letztes Mal stark gekürzt, der Text der Marburger Antifa Gruppe 5.

Anfänge

Als sich in Europa die Ideen der Aufklärung verbreiteten und Napoleon in den besetzen deutschen Gebieten den Code civil / Code Napoléon einführte, wurden Autorität und hoheitliche Administrativfunktionen der lokalen, absolutistisch regierenden Fürsten stark begrenzt sowie grundlegend in Frage gestellt. Im Zuge dieser Entwicklungen ließen sich Studenten unter den nationalistischen Appellen der Feudalaristokraten an das „deutsche Volk“ zum Aufstand mobilisieren und gründeten Corps, die sich zahlreich an den „Befreiungskriegen“ genannten Kämpfen gegen Napoleons Truppen beteiligten. In der anschließenden Restaurationsepoche sahen die Studenten ihr Ziel eines geeinigten Deutschlands nicht realisiert, worauf sie begannen sich in Burschenschaften zu organisieren. Völkisch-nationalistische, mit dem Bezug auf gemeinsame „Kultur“ und „Blutszugehörigkeit“ begründete Vorstellungen eines allgermanischen Zusammenschlusses zu einem Volksstaat setzten sich gegen das republikanische Nationalstaatsmodell Frankreichs durch. Ein ideologisches Fundament ihres völkischen Nationalismus bildete die naturreligiöse Konstruktion einer organisch gewachsenen Gemeinschaft der Deutschen. Der mit diesen Stigmatisierungsmustern konvergierende, innerhalb der Burschenschaften virulente Antisemitismus lässt sich signifikant an folgendem exemplifizieren: Als im Oktober 1816 366 Burschenschafter am Wartburgfest zusammentrafen, veranstalteten sie in dessen Verlauf eine Bücherverbrennung, bei der die Schrift „Germanomanie” des jüdischen Schriftstellers Saul Ascher mit den Worten: „Wehe über die Juden, so da festhalten an ihrem Judenthum und wollen über unser Volksthum schmähen und spotten!“ ins Feuer geworfen wurde.

Kaiserreich

Die ehemals bürgerlich-demokratisch geprägten Burschenschaften vollzogen spätestens mit dem Beginn des Kaiserreiches die Annäherung an die monarchistisch-konservativen Corps. Mitglied in einer Studentenverbindung zu sein, ging mit dem Aufstieg in das Establishment einher. 1879 entbrannten an den Universitäten, später „Antisemitismusstreit“ genannte, Debatten, ob assimilierte Juden und Jüdinnen Teil der deutschen Nation sein könnten. Im Zuge dieser Auseinandersetzungen ergriffen die Burschenschaften Partei für den Berliner Professor für Staatswissenschaft Heinrich v.Treitschke, der in diesem Kontext den historisch folgenschweren Satz „die Juden sind unser Unglück“ formulieren sollte. Treitschke und sein Kollege Adolf Stoecker bildeten die von 40 % der Studentenschaft unterstützte Petitionsbewegung gegen jüdische Studenten an der Friedrichs-Wilhelm Universität.

Weimarer Republik

Das Ende des Wilhelminischen Reiches 1918 wurde [von Burschenschaften] als Ersetzung der „konkreten“, monarchistischen Ordnung durch eine von liberalpluralistischer „Degeneration“ gekennzeichnete Demokratie wahrgenommen. Dem liegt die antisemitische Dichotomisierung von als „jüdisch“ identifizierter, abstrakt-universalistischer Gesetzesform [ius scriptum] und konkretem Nomos [ius terrendi] zugrunde [vgl. Enzo Traverso: Moderne und Gewalt]. Hier keimt bereits der Volksgemeinschaftsgedanke auf – und zwar als Verwirklichung einer vermittlungslosen Identität von Staat und Volk.
Die in Burschenschaften organisierten Studenten mit Fronterfahrung aus dem 1. Weltkrieg, sammelten sich bald in den paramilitärischen Freikorps, Einwohnerwehren und Freiwilligenverbänden und bildeten die Reaktion gegen die Weimarer Republik. Das Misstrauen und die offene Ablehnung gegenüber der sozialdemokratischen Regierung hinderte die korporierten Studenten nicht daran, sich an der blutigen Niederschlagung der überall im Reich aufflammenden sozialen Kämpfe der Arbeiterinnenbewegung zu beteiligen. In Freikorps organisierte Studenten beteiligten sich an der Niederschlagung des Spartakus-Aufstandes 1919 und der Münchener Räterepublik. So unterstützten ca. 50.000 Studenten, mehrheitlich Korporierte, auch den nach wenigen Tagen durch einen Generalstreik der Gewerkschaften verhinderten, faschistischen Kapp- Putsch im März 1920, mit dem eine militärisch bürgerliche Diktatur installiert werden sollte.
Im August des selben Jahres stellte der Eisenacher Burschentag in seinen Beschlüssen fest, dass die „Deutsche Burschenschaft auf dem Rassestandpunkt stehe, d.h. der Überzeugung ist, dass die ererbten Rasseeigenschaften der Juden durch die Taufe nicht berührt werden“. Auch der CV beschloss, dass für künftige Aufnahmen die „arische Abstammung“ bis zu den Großeltern nachzuweisen sei.

Nazifaschismus1

Als Hitler am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannt wurde, sah sich die DB in ihrem Wirken seit dem Ende des 1. Weltkrieges bestätigt. In den Burschenschaftlichen Blättern jubilierten drei hohe Verbandsfunktionäre der DB: „Was wir seit Jahren ersehnt und erstrebt und wofür wir im Geiste der Burschenschafter von 1817 jahraus jahrein an uns und in uns gearbeitet haben, ist Tatsache geworden.“ Der CV wollte angesichts des „nationalen Erwachens“ nicht hinten anstehen, sodass die Machtübernahme Hitlers als der „größte innenpolitische Sieg dieses Jahrhunderts“ gefeiert wurde. Kurze Zeit später hieß es: „Der CV muß Träger und Künder des Dritten Reiches sein.“ Im Zuge der Gleichschaltung der Dachverbände trafen am 7. Mai 1933 die Amtsleiter der DB in Berlin zusammen, legten ihre Ämter nieder und übertrugen ihre Vollmachten auf den neuen Bundesführer Otto Schwab [Germania Darmstadt]. Burschenschaften beteiligten sich an den Siegesfeiern der „nationalen Erhebung“, der „Reinigung der Bibliotheken von zersetzendem Schrifttum“ ebenso wie an den von der Deutschen Studentenschaft und dem NSDStB initiierten Bücherverbrennungen am 10. Mai 1933, wo gemeinsam alte Burschenlieder angestimmt wurden.
Die DB versicherte im Dezember 1933 dem Staatssekretär Heinrich Lammers, dass man in der „Judenfrage“ übereinstimme: „Die Frage der rassischen Erneuerung und Wiedergewinnung des völkischen Artgefühls unseres deutschen Volkes ist die Grundlage und wesentliche Forderung des Nationalsozialismus, in der sich von allen bisherigen revolutionären Bewegungen unterscheidet und die den Schlüssel abgibt zu allen seinen anderen Forderungen und Zielsetzungen.“ Da sich die DB als Teil des NS-Staates sah und sich als Avantgarde der nationalsozialistischen Ideologie fühlte, ordnete der Führer der DB Schwab im Juni 1933 eine „freiwillige Einweisung“ in den NSDStB an. Im Oktober des selben Jahres verfügte er, dass alle Burschenschafter unter 35 Jahren entweder der SA, SS oder dem deutschnationalen Frontkämpferbund Stahlhelm angehören sollten. Am 6. Oktober 1935 entschloss die DB in Leipzig ihre Auflösung und Überführung in den NS-Studentenbund.

Elitenformation in Bonner und Berliner Republik

Nach 1945 kamen die studentischen Verbindungen relativ schnell zu alter Blüte. Zunächst als nationalistisch und das Naziregime unterstützend eingestuft und daher verboten, wurden die Verbindungen Bündnispartner der westlichen Alliierten im Kampf gegen die „kommunistische Gefahr“. In der Folgezeit galten sie [zum größten Teil fälschlicherweise] als unbelastet oder denazifiziert. 1951 bildeten sich der Convent Deutscher Akademikerverbände [CDA] und Convent Deutscher Korporationsverbände CDK, 350 aktive Verbindungen] aus Landsmannschaften und Turnerschaften. Mitte der 50er Jahre waren 30% aller männlichen Studenten korporiert. Schnell konnten die Alten Herren ihre Seilschaften wieder in alter Form nutzen und Verbindungsbrüder teils offen, meist verdeckt, in gehobene Positionen hieven. Die Einflussnahme und Postenzuweisungen in der Politik begann also bereits mit der ersten deutschen Nachkriegsregierung. So waren im katholisch-konservativen Adenauerstaat so viele Ämter in den Ministerien von Alten Herren aus katholischen Korporationen besetzt, dass der Ex-Bundespräsident Theodor Heuss den Satzprägte: „In Bonn wird Zufall mit CV geschrieben“.
Trotz vermeintlich liberaler und dem Korporationswesen an sich gegnerischer politischer Ausrichtung sind auch in Parteien wie der SPD und den Grünen Mitglieder aus Korporationen vertreten. Als bekannteste Verbinder sind hier Johannes Kahrs, Norbert Kastner [beide SPD] oder Rezzo Schlauch [Grüne] zu nennen. Die spezifischen Erziehungsideale der durch Seilschaften und elitären Standesdünkel geprägten Korporationen, ermöglichen korporierten Studenten den Zugang zu berufliche Stellen, deren Zugang Nichtkorporierten verwehrt bleibt.

Revisionismus – NPD –
Konservative Revolution

Zentrale Konstituenten der Ideologie von Burschenschaften im Postfaschismus sind Grenz- und Geschichtsrevisionismus sowie aggressiver, großdeutscher Revanchismus. In den letzten Jahren wurden in Osteuropa Verbindungen gegründet und in die DB mit aufgenommen. Gemäßigt-Völkische wollen Europa mittels eines „europäischen Volksgruppenrechtes“ regionalisieren, das allen europäischen „Völkern“ und „Volksgruppen“ kollektive Sonderrechte in kultureller, ökonomischer und politischer Hinsicht brächte. Auf diese Weise, so meinen Gemäßigt Völkische, könne es gelingen, eine informelle Einigung aller deutschsprachigen Bevölkerungsteile Europas zu erreichen. Mit der Forderung des radikaleren Flügels nach „dem Recht jedes einzelnen und jedes Volksteiles auf seine angestammte Heimat“[Originalzitat von der DB-Homepage] wird folgendes deutlich: Die Grenzen der BRD seien nicht legitim und das „deutsche Volk“ habe seine „Heimat“ auch in den ehemaligen Gebieten des Deutschen Reiches. Auch Österreich sowie Teile der Tschechischen Republik [“Sudetenland“], Italiens [Trentino/Alto Adige: „Südtirol“], Frankreichs [“Elsass-Lothringen“], Belgiens [Eupen, St. Vith] und Dänemarks seien „deutsch“.
Mit der Delegitimation der Neordnung Europas nach dem Ende der nazifaschistischen Barbarei werden die Mythen von „Flucht, Vertreibung und Umsiedlung“ zu Symbolen der kollektiven Unschuld. In Anlehnung an Historiker wie Ernst Nolte – einem populären Redner auf Verbindungshäusern – wird der Griff nach Lebensraum und deutsche Vernichtungskreuzzug gegen die Sowjetunion als prophylaktische Konterrevolution und Weltanschauungskrieg gegen die Bedrohung durch den „asiatischen“ Kommunismus simplifiziert. In dieser zielgerichtet praktizierten Apologetik wird Auschwitz als Kopie und Vorbild des „Klassenmords“ der Bolschewiki im russischen Bürgerkrieg interpretiert. Aus der massiven Präsenz von Juden in der russischen und internationalen kommunistischen Bewegung erkläre sich folglich ihre serialisierte Vernichtung als zwar übertriebene, aber „logische“ Strafe und Präventivmaßnahme. Damit korreliert automatisch die nazistische Diktion des „Bolschewismus“ als Verkörperung „jüdischer Intelligenz“ und „slawischen Untermenschentums“. Darüber hinaus finden Burschenschaften mit den notorisch veranstalteten Vortragsabenden über allierte „Kriegsverbrechen“ und den „deutschen Opfern“ im „angloamerikanischen Bombenterror“ Anschluss an den ekelhaften nationalen Exkulpationskonsens aus deutscher Selbstviktimisierung in Form individueller Schuldabwehr [Familie, oral history, Zeitzeuginnenschaft], institutionalisierter Identitätsproduktion [Gedenkstätten, Historiographie, Schulen, Erinnerungsorte, Gedenkstätten, Feiertage] und ihren medial-kulturindustriellen Vermittlungen [Presse, Film, Serien, Radio, Publikationen] im kollektiven Massenbewusstsein der BRD.
Seit BRD-Gründung fungieren Burschenschaften als akademische Kaderschmieden neonazistischer Parteien und Organisationen. Ein anschauliches Beispiel ist die NPD-Prominenz des sächsischen Landtags: Der parlamentarische Berater der Fraktion, Karl Richter, entstammt der Münchner Danubia [DB-Mitglied]. Mit Jürgen W.Gansel, der spätestens durch seine Rede im sächsischen Landtag zum allierten „Bombenholocaust von Dresden im Februar 1945” für Aufsehen sorgte, Stefan Rochow und Arne Schimmer sind drei Mitglieder der Gießener Dresdensia-Rugia – ebenfalls Mitglied der DB – in der NPD aktiv. Aufgrund der Eskapaden in der DB spalteten sich 1996 acht Verbindungen ab, um mit der NDB einen politisch rein konservativen Dachverband zu gründen.

AK Kritische StudentInnen

1: Zu den Verbindungen der Würzburger Burschenschaften mit dem NSDstB, siehe Teil 1 dieser Serie. Daher fällt der Teil über den Vorabend der NS-Herrschaft auch etwas schmaler aus.

2/4: Allgemeine Klassifikation, Funktionen und autoritäre Erziehungsgemeinschaft

Allgemeine Klassifikation, Funktionen und autoritäre Erziehungsgemeinschaft

Bei der Vielzahl kritischer Reader über das Verbindungswesen haben wir uns den aus unserer Sicht besten herausgepickt. Der folgende Text aus Marburg erscheint daher mit freundlicher Genehmigung der AntifaGruppe5. Er wurde stark gekürzt und erscheint hier in zwei Teilen, kann aber im Netz unter http://www.ag5.de.vu in voller Länge abgerufen werden.
Besonders wichtig war uns bei der allgemeinen Kritik am Verbindungswesen der Blick auf den geschichtlichen Kontext (Siehe Teil 3 von 4), aus dem die Verbindungen stammen und dessen Traditionslinien sich auch im heutigen Korporationswesen widerspiegeln. Zum anderen ist für uns die Trennung in die „guten“ eher liberalen Studentenverbindungen und in die „bösen“ Burschenschaften, wie sie gerne (siehe die vielen Kommentare zum ersten Teil auf unserem Blog) von aufgeschreckten Korporierten vollzogen wird, nicht haltbar. Eliteformierung, Lebensbundprinzip und Brauchtum sind derart grundlegend mit dem Verbindungsleben verwoben, dass man sie bei einer kritischen Analyse nicht ausklammern kann. Daher werden hier auch die wichtigen „erzieherischen“ Praktiken skizziert, die der Herausbildung eines elitären Habitus im Korporationsmilieu dienen.
Ursprünglich als dreiteilige Serie geplant, nimmt die allgemeine Kritik am Verbindungswesen mehr Platz in Anspruch, als wir vorgesehen hatten. Daher beschäftigen wir uns im Teil 2 mit einer allgemeinen Klassifikation der Verbindungen und ihrer Funktionen. Im dritten Teil der Serie, der in der Dezember/Januar-Ausgabe des Letzten Hypes erscheinen wird, geht es um die Eliteformation in der BRD, den Revisionismus des Korporationsmilieus und um die Konservative Revolution.
Bevor es mit dem Text der AntifaGruppe5 losgeht, schildern wir euch kurz die Verbindungen aus Würzburg, die an den dargestellten korporierten Netzwerken partizipieren:

Deutsche Burschenschaft: Adelphia, Cimbria
Coburger Convent: Teutonia, Asciburgia, Alemannia Makaria
Kösener Senioren-Convents Verband: Bavaria, Franconia, Nassovia, Rhenania, Moenania, Makaria-Guestphalia
Cartellverband der Katholischen Deutschen Studentenverbindungen: Gothia, Thuringia, Guelfia, Markomannia, Cheruscia, Franco-Raetia
Kartellverband katholischer deutscher Studentenvereine: Walhalla, Rheno-Franconia, Normannia
Wingolfsbund: Chattia

Nun zum eigentlichen Text, et voila:

Klassifikation
Korporierte Netzwerke in der BRD
Unter den Verbindungen lassen sich drei Zentraltypen klassifizieren:
1. schlagende und nichtschlagende Verbindungen: Schlagend heißt, dass ihre Mitglieder die Mensur fechten. Bei einigen schlagenden Verbindungen ist das Fechten der Mensur freigestellt [fakultativschlagend].
2. farbentragende [Coleur] und nichtfarbentragende [schwarze] Verbindungen: Farbentragend bedeutet, dass die Korporationsmitglieder die Farben des Verbindungswappens an Mützen und Bändern mit den Uniformen zu bestimmten Anlässen tragen müssen.
3. konfessionell gebundene oder nicht konfessionell gebundene Verbindungen: In der BRD existieren ca. 1000 Studentenverbindungen mit 22.000 aktiven Mitgliedern und 135.000 Alten Herren. Darunter befinden sich 140 Burschenschaften mit insgesamt ca. 19.000 Mitgliedern [Stand 1997].
Das rechtskonservative bis nazistische Spektrum umfasst primär den 1881 gebildeten, fakultativ schlagenden Dachverband der Deutschen Burschenschaft [DB] mit ca.14.000 Mitgliedern in 130 Verbindungen. Es kann von keinem monolithischen Block gesprochen werden. Ideologische Basis ist allerdings ein völkischer Nationalismus. Die Bezeichnung „Burschenschaft“ wird fälschlicherweise oft als Sammelbegriff für Studentenverbindungen verwendet. Burschenschaften berufen sich meist auf die1815 in Jena gegründete Urburschenschaft, sowie das Wartburgfest 1817. Sie stehen damit in einer Tradition der Bücherverbrennungen und des völkischen Antisemitismus. Während die meisten Burschenschaften in der DB organisiert sind, hat sie anders als der Name vermuten lässt auch Mitgliedsbünde in Österreich und Chile. Frauen, Nicht-Deutsche, Homosexuelle und Kriegsdienstverweigerer werden nicht aufgenommen.
Die ideologischen Affinitäten der rechtskonservativen Landsmannschaften und Turnerschaften hierzu sind fließend. […] [Die Landsmannschaften und Turnerschaften] schlossen sich 1951 zum Coburger Convent [CC] zusammen, in dem etwa 100 pflichtschlagende Korporationen mit insgesamt 1900 Aktiven/Inaktiven und 12.000 Alten Herren versammelt sind. Der CC versteht sich selbst als „tolerant“, da die Verbindungen im CC ab 1995 „Ausländer“, Juden oder Kriegsdienstverweigerer aufnehmen dürfen. Mit dem Toleranzprinzip werden gleichzeitig Kontakte zur rechtsextremen Szene gerechtfertigt.
Turnerschaften sind Studentenverbindungen, die sich über Sport und Leibesertüchtigung definieren. Man kann sie den nicht-schlagenden und nicht-farbentragenden Verbindungen zuordnen, die im Akademischen Turnbund organisiert sind.
Die Vorläufer der studentischen Verbindungen sind seit dem 17.Jahrhundert die alten Landsmannschaften, aus denen sich die Corps entwickelten. Ihre Mitglieder waren fast ausschließlich adelige Studenten. In den feudal-aristokratischen Corps, mit dem Hohen Kösener Senioren-Convents Verband als Dachverband, befanden sich fast ausschließlich Studenten aus dem Adel, Offiziersfamilien und Familien von Industriellen, Bankiers, hohen Beamten oder Großgrundbesitzern. Heute sind die meisten Corps in den farbentragenden, schlagenden Kartellen Kösener Senioren-Convents-Verband [KSCV] und Weinheimer Senioren Convent [WSC] organisiert. Im KSCV sind in 101 Verbindungen 2600 Aktive und Inaktive sowie12.220 Alte Herren versammelt. Der WSC beherbergt hingegen 65 Verbindungen, 1550Aktive / Inaktive und 7552 Alte Herren. Politisch stehen sie, auch wenn sie sich selbst als unpolitisch bezeichnen, tendenziell rechts. Der KSCV schloss als einer der ersten Verbände Juden aus, begrüßte die Machtübernahme durch die NSDAP und erklärte am 1.6.1933: „Das deutsche Corpsstudententum hat in einer einmütigen Kundgebung den Willen dargetan, sich ohne jeden Vorbehalt einzugliedern in die nationalsozialistische Bewegung.“
Der konservativ orientierte Block wird hauptsächlich vom Cartellverband der katholischen
deutschen Studentenverbindungen [CV] – darunter für ihre emanzipative Progressivität bekannte Figuren wie Edmund Stoiber, Friedrich Merz [BavariaBonn], Jürgen Rüttgers und Joseph Ratzinger[Churpfalz, Alemania und Rupertia] – getragen. Der CV ist mit ca. 32.000 Mitgliedern der größte deutsche Korporationsdachverband mit ca. 6000 Studierenden und 26.000 Alten Herren in 127 Verbindungen. Diese Zahlen können mittlerweile nur durch die Aufnahme von FH-Mitgliedern gehalten werden. Die CV Verbindungen sind farbentragend, aber nichtschlagend, da das Fechten im Widerspruch zu den Grundsätzen der katholischen Kirche stehe. Die Prinzipien der CV-Bünde lauten Religio [Glaube], Scientia [Wissenschaft], Amicitia [Freundschaft] und Patria [Vaterland]. Das Katholizitätsprinzip ist Grundlage der gemeinsamen Lebensgestaltung, Gottesdienstbesuche sind festes Element des CV-Alltags. Den Vorwurf, nationale Vorstellungen zu vertreten, entgegnen CV-Mitglieder gerne mit einem Verweis auf die europäischen Verbandsaktivitäten– „Patria“ wird also mit Europa identifiziert. Der CV weist dennoch personelle Überschneidungen im ideologisch komplementären Bereich der Neuen Rechten auf: Herbert Hupka war als Mitglied der Landsmannschaft Silesia [“Schlesien“] von 1968 bis 1996 Präsidiumsmitglied des Bundesvorstandes des Bundes der Vertriebenen [BdV]. Weitere Beispiele sind Clemens Josephus Neumann [Rheno-Franconia], gestorben 1995, erster Pressesprecher des BdV, Gustav Wabro [TuiskoniaMünchen], Landesvorsitzender in Baden-Württemberg, Wolfgang Thüne [Borussa-Saxonia u.Hasso Rhenania Mainz], zeitweise Landesvorsitzenderin Rheinland-Pfalz. Bis zu seinem Tod 2000 war der [Würzburger] Professor Prof. Lothar Bossle – selbst Korporierter– permanenter Referent bei CV Verbindungen und in der CV-Akademie. Ein Mitarbeiter seines 1972 in Bonn gegründeten Instituts für Demokratieforschung [IfD] arbeitete an der Verfassung für die faschistische Folterdiktaturin Chile unter A. Pinochet. Der Sitz war zunächst Mainz, wurde aber von Franz-Josef Strauß [Tuiskonia München] gegen den Widerstand der Universität nach Würzburg verlegt. Er selbst pflegte Kontakte zu antikommunistisch semifaschistischen Organisationen wie der Mun-Sekte, Colonia Dignidad und den Grabesrittern.
Der Kartellverband katholischer deutscher Studentenvereine[KV] wurde 1866 gegründet und ist gegenwärtig mit 80 Verbindungen, 2.050 Aktiven/Inaktiven sowie 16.500 Alten Herren, der drittgrößte korporationsstudentische Dachverband. Er ist nicht-schlagend und nicht farbentragend. Im Gegensatz zum CV werden auch nicht-katholische Christen aufgenommen. Frauen sind ausgeschlossen. Ähnlich wie der CV bekennt sich der KV zum Katholizismus als Grundlage.
Sängerschaften sind Studentenverbindungen, die sich „die Musik auf ihre Fahnen geschrieben haben“. Die meisten sind in der farbentragenden, fakultativ-schlagenden Deutschen Sängerschaft [DS]mit 550 Aktiven/Inaktiven und 2400 AltenHerren organisiert. Bei ihnen lässt sich ein volkstumsbezogenes Verhältnis zu Deutschland nachweisen. Wichtigste Aktivitäten der DS sind die Grenzlandfahrten und Volkstumsarbeit in früheren deutschen Gebieten oder von deutschsprachigen Minderheiten bewohnten Regionen.
Der protestantische, formal ökumenische Wingolfsbund wurde 1860 gegründet. Seine Ideale basieren auf dem christlichen Glauben [“uns eint das Bekenntnis zum Glauben an Jesus Christus“], daher gehört der Wingolf zu den nichtschlagenden Verbindungen. Die anderen üblichen Sitten und Gebräuche des Verbindungsstudententums werden auch vom Wingolf gepflegt. Der Wingolfsbund unterstützte den Kapp-Putsch, bei dem er die Bildung eines beweglichen Stoßtrupps übernommen hatte. In einer gemeinsamen Erklärung von Wingolf, DB und anderen studentischen Bünden kamen 1927 rassistische Elemente zum Ausdruck: „Die dem Deutschen Volkstum im Grenz- und Auslande drohenden Gefahren verlangen eine unbedingte Reinhaltung der Hochschulen von volksfremden Elementen, um die Lebensfähigkeit des Deutschtums in diesen Gebieten zu wahren.“
Seit den 1980er Jahren versuchen einige Burschenschaften sich an den Schulen zu betätigen,
um frühzeitig ihren Nachwuchs zu rekrutieren. Schülerverbindungen sind im 1989 gegründeten
Dachverband Allgemeiner Pennäler Ring zusammengeschlossen. Schülerverbindungen sind
ähnlich organisiert wie Burschenschaften. Die meisten teilen den Wahlspruch „Ehre, Freiheit,
Vaterland“ mit der DB, verlangen von ihren Mitgliedern die Bereitschaft, das studentische Fechten zu erlernen, sind farbentragend, hierarchisch organisiert und pflegen die Bräuche von studentischen Verbindungen. Wie in studentischen Verbindungen gilt auch in den Schülerverbindungen das Lebensbundprinzip.

Funktionen

Zentrales Prinzip ist die Konzeption des Lebensbundes als pädagogisch-moralischer
Prägeinstanz mit einem elitären Selbstverständnis. Die Mitglieder verpflichten sich, der Gemeinschaft auf Lebenszeit anzugehören, sofern es zu keiner Ausweisung [Dimission] aufgrund
einer Verletzung des rigiden Wertekanons kommt.
Die Anwerbung [Keilen] eines Interessenten erfolgt über günstige Zimmervermietung, Einladungen zu einem Mittagessen oder den Trinkgelagen auf den Häusern, die sich als später Ausläufer einer deutschen Tradition bis ins 16./17. Jahrhundert zurückverfolgen lassen. Bei der Rekrutierung ihres Nachwuchses werben Studentenverbindungen, Corps und Burschenschaften mit den beruflichen Vorteilen, die eine Mitgliedschaft mit sich führen kann. Deshalb werden neben der Vergabe von Stipendien oft berufliche Einstiegsmöglichkeiten geboten. Im Studienzyklus müssen obligatorische erzieherische Etappen durchlaufen werden: Kommt es zur Aufnahme, gilt der Novize /Spefuchs im Verbindungsjargon als Fuchs, der innerhalb der Korporationsorgane mit eingeschränkten Rechten und gleichzeitig vollen Pflichten dem mit Machtprivilegien ausgestatteten Fuchsmajor unterstellt wird. Seine Anweisungen sind mit unbedingtem Gehorsam auszuführen. Jeder Fuchs wählt sich zur Erleichterung der Integration als Vertrauensperson einen Leibburschen, der ihn in schwierigen Lagen vertritt. Nach dieser Phase über ein bis max. zwei Semester wird der Fuchs mit der Burschung zum Vollmitglied und gilt als Bursche. Zur Teilnahme an allen offiziellen Veranstaltungen verpflichtete Füchse und Burschen werden als Aktive bezeichnet– sie bilden die Aktivitas. Aus dem Kreis der aktiven Burschen werden jeweils für ein Semester Chargierte gewählt. Der erste Chargierte ist der Sprecher/Senior, der zweite Chargierte der Fechtwart oder [bei vielen nicht schlagenden Verbindungen] der Damensenior, der Festlichkeiten, Ausflüge etc. zu organisieren hat. Hinzu kommt der Schriftwart. Nach der Examinierung und dem ansetzenden beruflichen Werdegang wird der Angehörige einer Verbindung mit der Philistrierung durch Beschluss der Mitgliederversammlung [Convent] in den Altherren-Zirkel integriert, der die Corpsgemeinschaft finanziell subventioniert und beratende Funktionen ausübt.
Das Zusammenleben ist von strikt eingeschriebenen Codizes der Ehrerbietung geprägt, die das Mitglied introjeziert. Durch die demonstrative, minuziös artikulierte Verhaltensabstimmung sowie die Einordnung in die Disziplinapparatur eines hierarchisch gestaffelten Macht- und Dressursystems erhält es den Zugang zur Gemeinschaft. Ein solcher Lebensbund bildet eine Instanz, die über dem Individuum angesiedelt sein soll und für eine inszenierte Sakralatmosphäre verantwortlich ist, die durch ein formaliertes Wertesystem aus Sprechweisen, Gesten, Grußpflichten und dem Tragen von Uniformen sowie spezieller Insignien immer wieder aktualisiert werden muss. In dieser erzieherischen Mikrozelle werden Zugehörigkeitsgefühle zur Gemeinschaft über die emotionale Dimension der Initiationsriten und den Vergemeinschaftungsmythos hergestellt. Dies zeigt sich z.B. beim Singen während eines Bier- und Kneipcomments, wenn die Stimmen zum Chor verschmelzen und kollektiv harmonieren. Das reglementierte Wett- und Zutrinken soll dazu beitragen, zur „wahren Männlichkeit“ zu erziehen. Überschreitet der Neuling bestimmte Grenzen, wird er abgestraft – und muss zumeist noch mehr trinken.
Während seiner aktiven Zeit muss sich der Einzelne durch martialische Kampfrituale wie den Fechtduellen/Mensuren behaupten. Bis in die 60er Jahre des 19. Jahrhunderts hatten die Studentenmensuren noch den Charakter eines verabredeten Duells, das Gelegenheit bot, reelle Streitigkeiten unter Studenten der Offizieren mit den blanken Waffen auszutragen. Sie waren zugleich ein Mittel der gehobenen Kreise, um Zorn und Hass aufeinander in Begrenzung zum „menschlich minderwertigen Pöbel“ in einer ihrem Stande angemesseneren Weise auszuagieren. Die zeremoniellen Zweikämpfe des satisfaktionsfähigen Etablishments waren also von einer Dynamik aus Schicht- und Rangverhältnissen durchzogen, mit der persönlicher Stolz, Selbstwertempfinden und soziale Höherstellung konserviert werden sollten. Der exakte Ablauf einer Mensur ist im Paukcomment festgelegt. Die scharfen Hiebwaffen, mit denen die Bestimmungsmensuren ausgefochten werden müssen, sind so eingerichtet, dass sich mit ihnen Haut, Gesicht und Schädel und die darunter liegenden Blutgefäße durchschneiden lassen. Die aus den Verletzungen resultierenden Narben werden Schmisse genannt. Diese Duellierungsprozeduren dienen als Legitimationsmittel der eigenen Statusansprüche und gelten als Beweis der „Mannhaftigkeit“. Hier wird der Konkurrenz- und Rivalitätsdruck der Verbindungsmitglieder untereinander sichtbar .In der Duellsymbolik ist das Axiom des Männlichkeitsbildes von Burschenschaften – die von nibelungentreuem Kriegerethos beseelte „Einsatz- und Opferbereitschaft für das Vaterland“, welche sie als nationale Elite qualifiziere – bereits angelegt.
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass jene mit [Selbst-]Zwang gepanzerten kapillaren Macht- und Kontrolltaktiken das korporierte Individuum zur „Führungspersönlichkeit“ domestizieren, um über rückwirkende Strategien die Gesellschaft den eigenen autoritären Vorstellungen entsprechend formieren zu können.

Und nächstes Mal: Teil 3
Mittendrin statt nur dabei: Eliteformation und Konservative Revolution im Korporationsmilieu

AK Kritische StudentInnen

1/4: Das Würzburger Verbindungswesen- eine kritische Bestandsaufnahme

Der AK Kritische StudentInnen und damit auch dieser Text entstanden durch das Fehlen einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Verbindungswesen in Würzburg. Obgleich mittlerweile das „Sprachrohr“ einen ähnlichen Artikel veröffentlicht hat, soll es hier ausführlicher um das studentische Korporationswesen gehen und sowohl eine allgemeine Kritik am Verbindungswesen geübt, als auch im Speziellen seine Würzburger Ausprägung unter die Lupe genommen werden.
Leider ist uns bei Gesprächen mit KommilitonInnen und FreundInnen aufgefallen, dass eine Kritik an Studentenverbindungen kaum mehr artikuliert werden kann, da schlichtweg das Wissen über diese fehlt, sofern eine kritische Haltung überhaupt vorhanden ist. Wenn dieser Text dazu beitragen kann, die Kritik am Verbindungswesen wieder hörbarer und grundlegender zu machen, hat sich für uns die Mühe gelohnt.
Obgleich sich der AK Kritische StudentInnen einer materialistischen Gesellschaftskritik verpflichtet fühlt, richtet er sich an alle InteressentInnen, die schon immer wissen wollten, was es mit Verbindungen auf sich hat. Die Zuspitzungen aus Burschi-Readern anderer Städte sollen hier nicht stattfinden, sondern unser Text soll vielmehr aufzeigen, in wie fern antimoderne Inhalte durch bestimmte Studentenverbindungen transportiert werden, die z.T. antiemanzipatorische, revisionistische, völkische, sexistische, antisemitische und homophobe Ausprägungen annehmen.
Ursprünglich war die Serie als Reader geplant. Aus Kostengründen veröffentlichen wir nun im Letzten Hype eine stark gekürzte Version des Readers in drei Teilen. Der erste Teil gibt den LeserInnen einen groben Überblick über das Verbindungswesen in Würzburg. Der zweite Teil wird sich mit der allgemeinen Kritik daran beschäftigen, und im dritten Teil werden die in der Deutschen Burschenschaft organisierten Würzburger Verbindungen, aber auch die Landsmannschaft Teutonia genauer unter die Lupe genommen. Zum besseren Verständnis der Phraseologie des Studentenverbindungsmilieus befindet sich im Anhang ein Glossar.
Viel Spaß beim Lesen…

Teil 1:Würzburger Studentenverbindungen: fragwürdige Solidarität und kritikwürdige Tradition

Ein kritischen Artikel 1 über die Deutsche Burschenschaft (DB) in der Zeitung „Sprachrohr“, dem Presseorgan der Studierendenvertretung, löste in diesem Frühling wüste Reaktionen aus. Obwohl sich der besagte Text mit dem Titel „Deutschland über alles!“ v.a. auf Burschenschaften in der Deutschen Burschenschaft bezog, reagierten einige Verbindungen hysterisch auf diesen, nur nicht die Verbindungen in der DB selbst 2 . Eine Kritik am Artikel lautete, dass man sich unfähig gezeigt habe 3 , zwischen Studentenverbindungen unterschiedlichen Typs zu unterscheiden, obwohl wir nicht das Gefühl hatten, dass der Artikel alle Verbindungen über einen Kamm scherte.
Obgleich es vereinfachend wäre, alle Verbindungen als die gleiche deutsch-nationale Brühe zu bezeichnen, muss festgestellt werden, dass bei einem großen Anteil der Studentenverbindungen eine Abgrenzung zum Rechtsaußen-Spektrum der Verbindungen fehlt. Die schlagenden Verbindungen sind nicht nur zwangsläufig über den Würzburger Waffenring verbunden, der als Arbeitsgemeinschaft der schlagenden Studentenverbindungen fungiert und gemeinsame Waffenringkommerse (= festliche und repräsentative Form der studentischen Kneipe) und Pauktage (= Veranstaltung, an denen gefochten wird) abhält, sondern sowohl die liberaleren als auch die rechten Verbindungen finden sich nahezu alle durch ihre Korporationsverbände (= Dachverbände bestimmter Studentenverbindungsarten) im Convent Deutscher Korporationsverbände (CDK) zusammen, der sich als Arbeitsgemeinschaft aller Studentenverbindungen versteht. Durch eine ausbleibende Abgrenzung des CDK von revisionistischen Elementen wird dadurch antidemokratischen Kräften Vorschub geleistet.
Mit den völkischen Weltbildern, die die Deutsche Burschenschaft vertritt, wird auch im Würzburger Verbindungsleben nicht deutlich gebrochen. Die Reaktionen auf Kritik am Verbindungswesen, erneut veranschaulicht durch den besagten Artikel, verdeutlichen vielmehr, dass sich wohl viele Mitglieder der Verbindungen als gemeinschaftliche IN-Group verstehen, zu der alle anderen Würzburger VerbindungsstudentInnen gehören. Auf Kritik aus der OUT-Group, die an Mitgliedern des Verbindungswesens geäußert wird, wird extrem sensibel reagiert. Anders, als durch eine gemeinsame Gruppenidentität, ist es und nicht zu erklären, weshalb eine Androhung von physischer Gewalt wegen des erwähnten Artikels ausgerechnet von einer eher gemäßigten Verbindung kam 4. Zudem zeigen sich durch die im Magazin Max&Junius veröffentlichten Stellungnahmen von Verbindungsseite, dass die Weltbilder der Verbindungen scheinbar noch immer so aussehen, wie man es vorurteils belastet von ihnen erwarten würde: Die KritikerInnen, das sind die Linken, die SozialistInnen oder KommunistInnen. Dass auch ein liberales Bürgertum durchaus gegen bestimmte Teile des Verbindungswesens seine Vorbehalte halten kann, kommt den Korporierten anscheinend kaum in den Sinn.

„Nichts gibt mir mehr Glauben an die Richtigkeit unserer Idee, als die Siege der Nationalsozialisten auf der Hochschule.“ 5

In Würzburg existieren viele verschiedene Ausprägungen von Studentenverbindungen: Von Burschenschaften über Landsmannschaften, Corps, Sängerschaften, Turnerschaften, Mädelschaften bis hin zu Gildenschaften. Selbstverständlich teilen nicht alle die gleichen Werte. In der oben skizzierten DB, dem wohl rechtslastigsten burschenschaftlichen Verband, sind die Würzburger Burschenschaften Cimbria, Adelphia und Germania organisiert. Auf diese soll im dritten Teil der Serie genauer eingegangen werden. Um allerdings nicht dem Vorwurf ausgesetzt zu sein, man analysiere nur drei besondere Verbindungen, soll auch die Landsmannschaft Teutonia im Coburger Convent (CC) näher betrachtet werden.
Ein kleiner geschichtlicher Abriss über die Rolle der Studentenverbindungen in der Weimarer Republik und der Nazizeit zeigt leider, dass gerade für Würzburg nicht immer galt, dass die konfessionell gebundenen Verbindungen eher gegen den studentischen Antisemitismus gefeit waren. Würzburg gehörte zu den wenigen Städten, in denen der katholische Cartellverband (KV) zusammen mit dem Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund (NSDStB) im Allgemeinen Studentenausschuss (AStA) dem Antrag der Nazis zustimmte, eine Numerus-Clausus-Regelung nur für Jüdinnen und Juden einzuführen, und das bereits 1929 6. Jedoch bedeutete dies noch nicht, dass die katholischen Studentenverbindungen derart vom NSDStB durchdrungen wurden wie die schlagenden Verbindungen. Die Hochschulgruppe der Nazis, obgleich 1929 erst 50 Mitglieder zählend, bestand dort bereits aus 30 Waffenstudenten 7 . Dem Antrag des NSDStB stimmte auch ein Großteil der Waffenstudenten im AStA zu und ab 1930 bildeten diese eine studentische Arbeitsgemeinschaft mit den Nazis, wobei man sich Vorstandsposten teilte 8 . Dem Druck der zunehmend radikaleren Stimmung in Deutschland gaben im Jahre 1932 sogar die Katholischen Verbindungen nach und es kam im AStA-Vorstand zu einem Arrangement zwischen Katholiken und Nazis. „Der Wille der Nationalsozialisten zur Zusammenarbeit mit den Katholiken, und die Bereitschaft der katholischen Liste, eine Einigung mit dem nationalen Block herbeizuführen, zeigt, daß zwischen beiden Blöcken- und zwar erstmals seit 1928- eine gemeinsame Basis für die ersprießliche Arbeit im AStA gefunden war: die Nationale Erneuerung.“ 9 Nach der Machtergreifung 1933 wurde die Würzburger Studentenschaft nach dem Führerprinzip umgebildet, wobei hinzuzufügen ist, dass die DB bereits im Jahre 1932 den Nationalsozialismus „bejahte“. 10 „Die bis zum heutigen Tag anzutreffende Auffassung, wonach die DB als Gegner des NS verboten worden sei, ist historisch nicht haltbar. Die DB löste sich- anders als etwa die katholischen Verbindungen- freiwillig auf und trat dem NSDStB korporativ bei.“ 11 Erwähnenswert bleibt dabei, dass der Bundesführer der DB, Otto Schwab, im Jahre 1934 den Austritt aus dem Allgemeinen Waffenring befahl, da manche Verbindungen noch immer „Judenstämmlinge“ duldeten. Daraufhin kam es zu zahlreichen Austritten aus der DB- eine Würzburger Burschenschaft war jedoch nicht unter ihnen . 12

„War dem deutschen Volke der Sieg auch nicht beschieden, so hält ihr Tod doch in uns das Bewusstsein wach, dass sie für uns gestorben sind.“ 13

Man könnte die damalige Affinität der Würzburger Burschenschaften und einiger anderer Verbindungen zum Nationalsozialismus als bloßen schwarzen Fleck betrachten, sofern die dunkle Vergangenheit aufgearbeitet worden wäre und man sich offensiv mit völkische, revisionistische und nationalistische Tendenzen in der Vergangenheit und Gegenwart auseinandergesetzt hätte.
In der Tat findet man aber, v.a. bei den waffenstudentischen Verbindungen im DB, aber nicht nur dort, kaum Hinweise auf eine grundlegende Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit. Im Gegenteil: durch den DB, den CC oder andere Verbindungen pflegt man direkt oder indirekt Kontakte zu Verbindungen, die die völkische Neue Rechte hofieren, sofern man sich nicht selbst durch Verlautbarungen oder Vorträge am rechten Rand bewegt. So schrieben in den letzten zwei Jahrzehnten nicht nur Mitglieder der DB in den von dieser herausgegebene Zeitschrift Burschenschaftliche Blätter (BB), wobei zu bemerken ist, dass in fast jeder Ausgabe Mitglieder der Burschenschaft Danubia München, die bis zum Jahre 2007 vom Verfassungsschutz beobachtet wurde, zu Wort kommen, sondern auch ein Mitglied der Walhalla publizierte in der besagten Zeitschrift, in der oftmals völkische und revisionistische Meinungen zum Ausdruck kommen. Hätte man vorher von der katholischen Studentenverbindung Walhalla eher Gemäßigtes erwartet, so äußert sich Carsten Kießwetter zur Krise der Bundeswehr in einer Mischung aus völkischem Gedankengut und neuer Dolchstoßlegende: „Erst in der Nation, die als Idee im Staat verwirklicht wird, findet er [der Soldat] und sein Volk zu sich selbst. […] Der Mangel an Identität, an Wissen wofür, ist eine der Ursachen […] für die tiefe Krise, in der die Bundeswehr steckt. […] Wenn sich die oberste Führung einer Armee auf das antifaschistische Glatteis ziehen lässt, dann ist es um die Gesamtverteidigung eines Landes geschehen. Die Ausstellung über die `Verbrechen der Wehrmacht` […] und die derzeitige Kampagne gegen die Bundeswehr haben vielleicht genau dieses Ziel […]“. 14 Man beachte dabei, dass die Verbrechen der Wehrmacht in Anführungszeichen gesetzt wurden und man beachte ebenfalls die neuerliche Dolchstoßlegende, dass die Vaterlandverräter erneut die Moral der Truppe brechen. Carsten Kießwetter hat jenen Artikel gewiss in seinem Namen geschrieben, doch mit Stolz präsentieren die Autoren in den BB stets den Namen ihrer Verbindung, wobei man darauf schließen könnte, dass solch völkisch-militaristischen Ansichten durchaus der Sozialisation in einer Würzburger Verbindung geschuldet sind. Auch Mitglieder der Würzburger Burschenschaft Arminia veröffentlichten bis zum Austritt aus der DB 1996 Artikel in den BB. In 4/95 verteidigt Wolf-Otto Schmidt von den Arminen das Singen aller drei Strophen der Nationalhymne. In „Das Lied ist unser!“ prangert er „moderne Tabus“ […] wie Vaterland, Ehre, Volksgemeinschaft“ 15 an. Die Arminia ist noch in anderer Hinsicht von Interesse. Sie verband sich im Juni 1954 mit der Brünner Burschenschaft Moravia und übernahm dadurch die Verpflichtung, „für den Fall der Wiederzulassung deutscher Studenten in Brünn eine Burschenschaft in Brünn […] wieder zu gründen.“ 16 Brünn heißt heute Brno und liegt in der Tschechischen Republik. Offenbar verschwand der Anspruch der Burschenschaft, das Deutschtum über die Landesgrenzen hinaus zu verbreiten, auch nach 1945 nicht.
Zu erwähnen bleibt weiterhin, dass sich viele der Würzburger Verbindungen an den oben geschilderten klassischen Geschlechterrollenorientierungen, durch nicht Aufnahme von Frauen und die Heroisierung von soldatischen Tugenden, auszeichnen. Traditionen und Codes wurden auch nach dem Zweiten Weltkrieg unhinterfragt übernommen, was auch der Bezug der Gildenschaft Ernst-Moritz-Arndt (kein Aktivenbetrieb) auf den völkischen Antisemiten Arndt exemplarisch verdeutlicht.

AK Kritische StudentInnen
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1 Vgl. Sprachrohr April 2008
2 Vg.. Sprachrohr Mai 2008
3 Vgl. Max&Junius Mai 2008
4 vgl. Sprachrohr Mai 2008.
5 Adolf Hitler, in: Die Bewegung Nr. 16 vom 19. August 1930, S. 4.
6 vgl. D. Heither/M. Gehler/A. Kurth/G. Schäfer, Blut und Paukboden. Eine Geschichte der Burschenschaften, Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt a. Main 1997, S. 97.
7 Vgl. Peter Spitznagel, Studentenschaft und Nationalsozialismus in Würzburg 1927-1933, Diss. phil. Würzburg 1974, S. 31.
8 Vgl. ebenda, S. 90 f.
9 ebenda, S. 250.
10 Bericht vom Burschentag 1932, S. 196. In: Burschenschaftliche Blätter, 46. Jg. (1932), S. 195 f. Zitiert nach: Heither / Lemling, Verbindungen, S. 131 f.
11 vgl. D. Heither/M. Gehler/A. Kurth/G. Schäfer, Blut und Paukboden. Eine Geschichte der Burschenschaften, Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt a. Main 1997, S. 274
12 vgl. Spitznagel, Peter: Studentenschaft und Nationalsozialismus in Würzburg, 1927-1936. IN: 1503-1982 Studentenschaft und Korporationswesen an der Universität Würzburg, 1982, S. 124.
13 Burschenschaft Adelphia, 100 Jahre Burschenschaft Adelphia. 1867 – 1967. Herausgegeben anläßlich des 100. Stiftungsfestes 12. – 15. Mai 1967 in Würzburg, 1967.
14 Burschenschaftliche Blätter 01/98
15 vgl. Burschenschaftliche Blätter 04/95
16 arminia-wuerzburg.de

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edit 30.07.08:
Hallo, die Arbeitsgemeinschaft, in der nahezu alle Studentenverbindungen (bis auf die katholischen) durch ihre Korporationsverbände vertreten sind, ist der Convent Deutscher Akademikerverbände (CDA) und nicht der Convent Deutscher Korporationsverbände.

29.10: Vortrag in AKW!-Kneipe, anschließend Party im Infoladen

Olá,

ein kleiner Veranstaltungshinweis: am Montag den 29.10.ab 20 Uhr hält Jörg Kronauer u.a. Autor bei Konkret und Jungle World) Vortrag über die Politik der Vertriebenenverbände. Anschließend sind die Freundinnen und Freunde des Infoladens herzlich eingeladen, im Laden ein wenig die Reaktivierung des Infoladens in diesem Herbst zu feiern. Es gibt Getränke zu Spendenpreisen, außerdem Vegan-Chili-Con-Soja-Carne.

CU!
weitere Infos unter www.infoladenwuerzburg.blogsport.de