16. März: Studenten räumen wuerzburg-brennt.de

Hahaha:

Nun jährt sich der Jahrestag der Bombardierung Würzburgs am 16. März 1945. Am Abend des warmen Vorfrühlingstages verwandelten Flugzeuge der Royal Air Force mittels Brandbomben die Stadt in ein loderndes Inferno. Damit folgten sie der strengen und unmenschlichen Logik eines Krieges, den ein Denken entflammt hatte, das sich auf die Einteilung der Menschheit in ein Besser und ein Schlechter stützt. Die Konsequenz aus dieser Selbstherrlichkeit legte Europa in Schutt und Asche.
Für Würzburg hieß das, dass die gesamte Innenstadt und große Teile der Außenbezirke zerstört wurden, dies überwiegend durch Brände. Vom “Grab am Main”, das die Amerikaner eigentlich als Mahnmal zerstört stehen lassen wollten, kann man heute eine Ahnung bekommen, wenn man in den zahlreichen Bildbänden blättert, Zeitzeugenberichte liest oder – sehr bewegend – hört. Am Abend des 16. März läuten alle Jahre sämtliche Kirchenglocken der Stadt und vorm Dom versammeln sich Menschen, um der Opfer zu gedenken.

Die protestierenden StudentInnen wollen auf keinen Fall den Eindruck erwecken, sie würden die Gefühle der betroffenen Menschen oder das Gedenken an die schwärzeste Stunde der Stadt achtlos mit Füßen treten. Deswegen wird die Internetadresse ab sofort www.bildungsprotest-wuerzburg.de lauten. Die bisherige Adresse www.wuerzburg-brennt.de wird aus organisatorischen Gründen bis auf weiteres ebenfalls erreichbar sein.

Konsequent. Die etwas grossmäulige Überschrift war sowieso immer eine Nummer zu gross für die studentischen Leisetreter.

Ein kostenloses und absolut unverlangtes Bekenntnis, dass man nichts gegen diese Gesellschaft hat, die nichts anderes ist als die Nachkriegs-Version der nationalsozialistischen Kriegsmaschine, zu der ihre Voreltern sich selbst gemacht haben; indem man sich vor den Leiden verbeugt, die diesen Voreltern dadurch entstanden sind.

Wie überaus feinfühlig. Und wie anrührend, dass sie jetzt endlich einmal begriffen haben, wer sie sind.

Wie bewegend übrigens, sich „Zeitzeugen“ anzuhören. Fragt eure würzburger Gewährsleute doch auch mal, was mit den Juden passiert ist. Ihr werdet unter ihnen übrigens auch keinen finden, der Nazi war. Das alles weiss jeder Mensch. Wäret ihr in eurer grossen Feinfühligkeit auf die Idee gekommen, euren Blog wegen der Pogromnacht im November umzubenennen? Und warum eigentlich nicht?

Hätte ihnen übrigens gutgetan, sich mal mit der Rolle der Studenten bei der Durchsetzung des Nationalsozialismus zu befassen. Hätte man über die Rolle der Studenten in der Gesellschaft nachdenken können, dabei. Hat mit der Wirklichkeit der heutigen Studenten nichts zu tun? Aber der 16. März hat? Heuchler seid ihr keine, aber was viel ekelhafteres.


5 Antworten auf „16. März: Studenten räumen wuerzburg-brennt.de“


  1. 1 grind! 16. März 2010 um 1:57 Uhr

    o neeeein! der letzte hype ist so gemein!

  2. 2 Stephan 17. März 2010 um 16:49 Uhr

    Und die USA NATO – Weltteroristen bomben bis heute fröhlich weiter. Die Wall Street verdient weiter und die meisten machen mit!

    Kölle alaaf…

    admin: fascho-spammer.

  3. 3 Stephan 17. März 2010 um 16:52 Uhr

    UPS!

    9. November 1918

    9. Novmeber 1923

    9. November 1938

    9 November 1989

    Alles nur Zufälle oder die Handschrift der kabbalistischen Finanziers?

    admin: bist du bescheuert?

  4. 4 administrator 17. März 2010 um 16:56 Uhr

    Lieber Stephan,

    verzieh dich bitte zum Infokriegerstammtisch und lass uns mit deinem weltverschwörerquark in Frieden. Sonst muss sich Robert A. Wilson noch im Grabe umdrehen….

  5. 5 Neu! 04. April 2010 um 15:20 Uhr

    dass der in die tat umgesetzte vernichtungswahn der deutschen volksgemeinschaft nur durch die massive mobilmachung der militärmaschinerie der anti-hitler-koalition beendet wurde, sollte ausgangspunkt für die betrachtung des 16. märz sein.
    die friedensverhandlungen die dem 8. mai vorausgingen ließen sich mit den deutschen nicht am verhandlungstisch führen sondern mussten mittels panzern und B-17-bombern ausgetragen werden.
    am daten wie dem 17. märz oder dem 8. mai sollten sich auch deutsche jammerlappen besinnen wem sie es zu verdanken haben dass sie nicht mit einer ss-uniform bei hammelkeule mit sauerkraut sitzen müssen, sondern sich aus freien stücken dazu entscheiden können nazis, geschichtsrevisionisten und/oder solze deutsche zu sein; oder auch nicht.

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.