Vermischtes

Das Polizei-Spiel

Wir möchten Euch heute ein Spiel vorstellen, das nichts kostet, spannend ist und perfekt für laue Sommerabende geeignet ist. Man kann es alleine spielen, aber mit mehreren Menschen macht es definitiv mehr Spaß. Bei Tag ein Vergnügen, bei Nacht ein Gedicht.
Benötigt wird dazu lediglich ein Polizeiauto auf Streife. Es gibt 3 Spielarten, die unterschiedlichen Nervenkitzel versprechen:
Stufe 1: dir begegnet eine Polizeistreife. Fange an, hektisch in deiner Hosentasche zu kramen. Wirf einen Papierfetzen oder etwas ähnliches, das du in deiner Tasche findest, auf den Boden (ein Punkt) und fange an zu rennen (ein Punkt). Sie werden dich verfolgen (drei Punkte), glaube uns. Wenn du Glück hast, wird ein Polizist auf dem Boden umher kriechen, um die Sachen zu suchen, die du weggeworfen hast (fünf Punkte). Bei der Personalienkontrolle (minus drei Punkte)solltest du dir möglichst blöde Antworten einfallen lassen, dies treibt den Spaß auf die Spitze.
Stufe 2: Renne vor der Polizei weg (ein Punkt) und schmeiße dich in eine Hecke oder verstecke dich woanders (drei Punkte). Sieben Punkte bekommst du, wenn sie dich nicht finden, minus drei Punkte, wenn sie dich „erwischen“.
Stufe 3: Mit mehreren Spielern verwirrt ihr die Polizei noch mehr, indem ihr urplötzlich in ganz verschiedene Richtungen rennt (zwei Punkte).
Das Spiel macht mehrere Stunden Spaß. Gewonnen hat bei mehreren Spielern derjenige mit den meisten Punkten. Einzelspieler können aber auch einen städteweiten, nationalen oder auch internationalen Highscore einrichten, um sich mit anderen zu messen. Viel Spaß!

Die Krawalle in Berlin und Hagen Strauss in der Mainpost

Herr Strauss scheint ein Szene-Kenner zu sein. Er kennt die Bedürfnisse der Menschen, er kennt ihre Existenzängste. Und er kennt natürlich auch diejenigen, die keine Ängste besitzen dürfen, weil sie nicht die Seinen sind. Zum ersten Mai in Berlin schreibt Herr Strauss deshalb auch, dass die „verblendeten Links-Autonomen […] gar nicht motiviert durch reale Existenzängste“ seien. Aber Herr Strauss weiß nicht nur viel über die Chaoten, sondern weist auch dem Proletariat den Weg in die Zukunft. Denn „Klassenkampf ist sowieso etwas anderes.“ Genosse Strauss, großer Steuermann, zeige uns, was der richtige Klassenkampf ist! Wir sind gespannt.

Was wir von Gregor Gysi lernen können

Uns scheint es, als hätten sie, Herr Gysi, an einem Redaktionstreffen des Letzten Hypes teilgenommen. Und andererseits verdeutlichen Sie uns, wie sehr wir einer Polit-Sekte mit den üblichen Ego- und Alkoholproblemen ähneln. Denn ähnlich wie bei den K-Grüppchen innerhalb der USPD hocken auch wir zusammen, „schlechtester Rotwein, alles vollgequalmt, ein bisschen Petting, am Ende verabschiedet man ein Papier von 35 Seiten, in der die Welt analysiert ist, aber haarscharf.“ Wir haben die Anspielung im Spiegel-Interview verstanden, Herr Gysi, und wollen sie auf zwei kleine Fehler hinweisen:
1.In Sachen Petting haben Sie uns einiges voraus. Meistens kommt es trotz, oder gerade wegen, des Vollsuffs nicht zum Fummeln.
2.Der Letzte Hype hat zumeist nur 28, manchmal auch 32 Seiten. Außerdem sind nur gerade Seiten möglich.
Wenn es Ihnen Freude bereitet, mal an einer Redaktionssitzung des Hypes teilzunehmen (ob mit oder ohne Petting), dann schreiben Sie doch an letzterhieb@gmx.de. Keine falsche Scheu!

Deutschstunde im Spiegel

Nach „Wir Deutschen“, „die Geschichte der Deutschen“, „die Deutschen“ und „Unter Deutschen“ beschert uns der Spiegel einen neuen atemberaubenden Titel in der Reihe der kollektiven Konstruktionen: „Der verschenkte Frieden- Warum auf den Ersten Weltkrieg des zweiter folgen musste“. Das Lesen des Titels reicht bereits, um Deutschlands neue weiße Weste, an der der Spiegel fleißig mithäkelt, zu begreifen. Denn „uns“ blieb anscheinend nach Versailles nichts anderes übrig, als zu einer barbarischen Bande von Nazis zu werden. Die weiteren Ausführungen zu Nahost-Konflikt, USA und Vietnam sind ebenso gruselig, wenn nicht gruseliger. Bitte nicht lesen, es ist die Zeit nicht wert. Macht lieber etwas schönes.
Welchen Titel man wohl nie auf dem Spiegel finden wird: „Was sie schon immer über Deutschland wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten…“